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Europawoche 2016

Die Europawoche 2016 fand in der Zeit vom 30. April bis 09. Mai 2016 statt. 

Viele Veranstaltungen wurden von den Hessischen Europaschulen durchgeführt.

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen der Hessischen Europaschulen erhalten Sie beim Klick auf das Logo.

Weiterführende Informationen der Hessischen Staatskanzlei zur Europawoche sind über den untenstehenden Link abrufbar.

    Europawoche 2016

 

Zertifizierung von drei neuen Hessischen Europaschulen

14.09.2015 Pressestelle: Hessisches Kultusministerium

Kultusminister Lorz: „Europaschulen leben Respekt, Offenheit und Miteinander vor und bauen somit Brücken zu anderen Mitgliedsstaaten“

Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hat heute in Wiesbaden die Paul-Julius-von-Reuter-Schule in Kassel, die Freiherr-vom-Stein-Schule in Hünfelden und die Freiherr-vom-Stein-Schule in Fulda mit dem Titel „Europaschule“ ausgezeichnet. 

Kultusminister Lorz mit Vertretern der drei ausgezeichneten neuen Hessischen Europaschulen. © HKM

„Ich beglückwünsche alle heute ausgezeichneten Schulen zu dem Zertifikat und Ihrer geleisteten Arbeit! Europa ist ein besonderes Friedens- und Jahrhundertprojekt! Gerade in Zeiten, in denen vermehrt eine anti-europäische Haltung zu beobachten ist, ist es umso wichtiger, dass es hessische Europaschulen gibt! Sie vermitteln den Schülerinnen und Schülern Wissen über Europa, sie leben Respekt und Offenheit gegenüber der eigenen wie den anderen Kulturen in Europa und der Welt und bauen somit Brücken zu anderen Mitgliedsländern“, erklärte Kultusminister Lorz bei der Übergabe der Zertifikate im Hessischen Kultusministerium in Wiesbaden. „Daher freue ich mich, auch 2015 wieder das Zertifikat „Hessische Europaschule“ überreichen zu können. Alle heute ausgezeichneten Schulen können zu Recht stolz darauf sein, das Gütesiegel tragen zu dürfen.“ Das Schulentwicklungsprogramm „Hessische Europaschulen“ sei in pädagogischer und finanzieller Hinsicht deutschlandweit einzigartig.
Die Hessischen Europaschulen sind seit 1992 eine Exzellenzmarke für innovative Schulentwicklung in Deutschland mit dem Ziel, ihre Schülerinnen und Schüler von der Europäischen Einigung zu begeistern und sie zu befähigen, sich in Europas Vielfalt und dem globalen Studien- und Arbeitsmarkt zurechtzufinden. Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern fühlen sich gemeinsamen Zielen verpflichtet. So werden beispielsweise im Schulalltag demokratische Mitbestimmung und Spielraum für Identitätsentwicklung ermöglicht. Außerdem findet sich an den Hessischen Europaschulen ein breit gefächertes Sprachenangebot, das durch den Einsatz des europäischen Portfolios der Sprachen unterstützt wird. Ebenso wie bilingualer Fachunterricht finden thematisch orientierte Austauschprogramme und Partnerschaften mit Schulen oder Unternehmen im europäischen Ausland statt. Europäische Programme und Wettbewerbe gehören genauso zur Schulkultur wie interkulturelle Integrationsprojekte und internationale Betriebspraktika.

Die Schulen arbeiten in folgenden vier Programmbereichen:
• Europäische Dimension und Interkulturelles Lernen,
• Methodenlernen und Unterrichtsentwicklung,
• Schulmanagement und Qualitätssicherung,
• Know-How-Transfer.

Die Hessischen Europaschulen werden jeweils für einen Zeitraum von fünf Jahren zertifiziert und erhalten die Möglichkeit, Mittel zur Realisierung der von ihnen im Rahmen des Europaschulprogramms geplanten Projekte beim Hessischen Kultusministerium zu beantragen. „Auf der einen Seite steht für die Schulen das Privileg einer finanziellen Förderung durch das Kultusministerium, auf der anderen Seite steht aber auch die Verpflichtung, die Europaschularbeit auf hohem Niveau weiterhin zu erhalten“, betonte der Kultusminister.

Folgende Schulen haben an der Zertifizierung erstmalig teilgenommen und dürfen nun das Qualitätssiegel „Europaschule“ tragen:

  • Paul-Julius-von-Reuter-Schule in Kassel
    - Fachoberschule mit den Schwerpunkten Wirtschaft und Verwaltung sowie Wirtschaftsinformatik
    - Berufsschule (u.a. für die Berufe Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/-in und Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel)
    -Zweijährige Höhere Berufsfachschule (Fachrichtung Bürowirtschaft)
  • Freiherr-vom-Stein-Schule in Hünfelden
    - Kooperative Gesamtschule (Klasse 5-10) und Grundschule des Landkreises Limburg-Weilburg
  • Freiherr-vom-Stein-Schule in Fulda
    - Gymnasium


„Die hervorragende Arbeit der Europaschulen zeigt, dass sich die Investition in das Schulentwicklungsprogramm ‚Hessische Europaschulen‘ lohnt. Es ist eine Investition in die Zukunft unserer Schulen, unserer Schülerinnen und Schüler und natürlich in die gesamte europäische Idee“, sagte Lorz abschließend.

Verantwortlich: Stefan Löwer pressestelle(a)kultus.hessen.de

Jahresthema und Europawoche

Die Hessischen Europaschulen und das Europaseminar werden in der Europawoche vielfälltige Aktivitäten veranstalten. Viele dieser Veranstaltungen stehen auch im Zusammenhang mit dem Jahresthema "Natürlich Europa", welches die Europaschulen und das Europaseminar für die Schuljahre 2013/14 und 2014/15 ausgewählt haben.

Eine nach Schulen sortierte Zusammenstellung können Sie hier herunterladen:

 

Hessische Europaschulen ausgezeichnet

26.09.2014 Pressestelle: Hessisches Kultusministerium

Kultusminister Lorz: „Schulentwicklungsprogramm deutschlandweit einzigartig“

Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hat heute in Wiesbaden 30 Schulen mit dem Titel „Europaschule“ und das Studienseminar für berufliche Schulen in Gießen mit dem Titel „Europaseminar“ ausgezeichnet. „Hessische Europaschulen leben Respekt und Offenheit gegenüber der eigenen wie den anderen Kulturen in Europa und der Welt“, erklärte Kultusminister Lorz bei der feierlichen Übergabe der Zertifikate im Wiesbadener Landeshaus. „Ich freue mich, dass wir so viele Schulen erneut zertifizieren können und das wir darüber hinaus auch wieder neue gewinnen konnten. Und Sie können zu Recht stolz sein auf dieses Gütesiegel, denn das Schulentwicklungsprogramm „Hessische Europaschulen“ ist in pädagogischer und finanzieller Hinsicht deutschlandweit einzigartig.“
 
Die Hessischen Europaschulen sind seit 1992 eine Exzellenzmarke für innovative Schulentwicklung in Deutschland mit dem Ziel, ihre Schülerinnen und Schüler von der Europäischen Einigung zu begeistern und sie zu befähigen, sich in Europas Vielfalt und dem globalen Studien- und Arbeitsmarkt zurechtzufinden. Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern fühlen sich gemeinsamen Zielen verpflichtet. So werden beispielsweise im Schulalltag demokratische Mitbestimmung und Spielraum für Identitätsentwicklung ermöglicht. Außerdem findet sich an den Hessischen Europaschulen ein breit gefächertes Sprachenangebot, das durch den Einsatz des Europäischen Portfolios der Sprachen unterstützt wird. Ebenso wie bilingualer Sachfachunterricht finden thematisch orientierte Austauschprogramme und Partnerschaften mit Schulen oder Unternehmen im europäischen Ausland statt. Europäische Programme und Wettbewerbe gehören genauso zur Schulkultur wie interkulturelle Integrationsprojekte und internationale Betriebspraktika.
 
Die Schulen arbeiten in folgenden vier Programmbereichen:
 •Europäische Dimension und Interkulturelles Lernen,
 •Methodenlernen und Unterrichtsentwicklung,
 •Schulmanagement und Qualitätssicherung,
 •Know-How-Transfer.
 
Die Hessischen Europaschulen werden jeweils für einen Zeitraum von fünf Jahren zertifiziert und erhalten die Möglichkeit, Mittel zur Realisierung der von ihnen im Rahmen des Europaschulprogramms geplanten Projekte beim Hessischen Kultusministerium zu beantragen. „Auf der einen Seite steht für die Schulen das Privileg einer finanziellen Förderung durch das Kultusministerium, auf der anderen Seite steht aber auch die Verpflichtung, die Europaschularbeit auf hohem Niveau zu erhalten“, betonte der Kultusminister.
 
Folgende langjährig im Programm arbeitende Schulen haben die erforderlichen Kriterien erfüllt und dürfen erneut das Qualitätssiegel „Europaschule“ tragen:
 •Albert-Schweitzer-Schule Hofgeismar,
 •Alexander-von-Humboldt-Schule Rüsselsheim,
 •Alexander-von-Humboldt-Schule Viernheim,
 •Anne-Frank-Schule Eschwege,
 •Berufliche Schulen des Odenwaldkreises Michelstadt,
 •Blücherschule Wiesbaden,
 •Freiherr-vom-Stein-Schule Gladenbach,
 •Friedrich-List-Schule Kassel,
 •Georg-August-Zinn-Schule Kassel,
 •Gewerbliche Schulen des Lahn-Dill-Kreises Dillenburg,
 •Goethe-Gymnasium Bensheim,
 •Heinrich-Heine-Schule Dreieich,
 •König-Heinrich-Schule Fritzlar,
 •Kopernikusschule Freigericht,
 •Lichtenbergschule Darmstadt,
 •Liebigschule Frankfurt,
 •Max-Eyth-Schule Alsfeld,
 •Mornewegschule Darmstadt,
 •Oswald-von-Nell-Breuning-Schule Rödermark,
 •Otto-Hahn-Schule Hanau,
 •Schloss-Schule Heppenheim,
 •Schuldorf Bergstraße,
 •Sophie-von-Brabant-Schule Marburg (ehemals Theodor-Heuss-Schule Marburg),
 •Textorschule Frankfurt,
 •Theodor-Litt-Schule Gießen,
 •Werner-von-Siemens-Schule Wetzlar,
 •Ziehenschule Frankfurt.
 
Folgende Schulen haben an der Zertifizierung erstmalig teilgenommen und dürfen ebenso das Qualitätssiegel „Europaschule“ tragen:
 •Albert-Schweitzer-Schule Kassel,
 •Berkersheimer Grundschule Frankfurt,
 •Bertha-von-Suttner-Schule Mörfelden Walldorf.
 
Im Schulentwicklungsprogramm arbeitet außerdem das Lessing-Gymnasium Lampertheim mit.
 
Das Studienseminar für berufliche Schulen in Gießen nahm ebenfalls erstmalig an der Zertifizierung teil und wurde mit dem Titel „Hessisches Europaseminar“ ausgezeichnet. Hier werden in der Lehrerbildung europäischer Austausch und das Wissen über Strukturen und Entwicklungen im Bereich der beruflichen Schulen im europäischen Kontext gefördert.
 
Zukünftig soll geprüft werden, ob weitere Studienseminare in das Schulentwicklungsprogramm einbezogen werden können, da die Qualifizierung der angehenden Lehrerinnen und Lehrer maßgeblich dazu beiträgt, Ideen und Konzepte des Programms einem erweiterten Kreis von Schulen nahezubringen.
 
Die Ausschreibung zur Mitarbeit im Schulentwicklungsprogramm „Hessische Europaschulen“ des Landes Hessen, auf die sich auch neue Schulen bewerben können, ist für das 4. Quartal 2014 geplant  und wird im Amtsblatt des Hessischen Kultusministeriums veröffentlicht.
 
„Für die Zukunft wollen wir mit dem Schulentwicklungsprogramm ‚Hessische Europaschulen‘ den europäischen Gedanken auch in der Lehrerbildung intensivieren“, sagte Lorz abschließend. Dies sei notwendig, um den Europagedanken im schulischen Alltag auch nachhaltig zu verankern.

Verantwortlich: Stefan Löwer pressestelle(a)hkm.hessen.de

Fortbildungsreise nach Israel

© Yad Vashem 

In der Zeit vom 23. bis 29 März 2014 nahmen 23 Lehrkräfte von 16 verschiedenen hessischen Schulen, darunter auch 8 Hessische Europaschulen, an einer Fortbildungsreise nach Jerusalem, Israel, teil. Die Fortbildungsveranstaltung, die vorrangig in der International School for Holocaust Studies (ISHS) auf dem Gelände Yad Vashems stattfand, eröffnete den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Einblicke in die Erinnerungspädagogik der Gedenkstätte Yad Vashem („Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust“, sie ist die bedeutendste Gedenkstätte, die an die nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert und sie wissenschaftlich dokumentiert). Durch Vorträge, Workshops und Führungen wurden wertvolle Beispiele der adäquaten Vermittlung des Holocaust für die Unterrichtspraxis vorgestellt und besprochen.

Die Veranstaltung, die auf der Absichtserklärung des Hessischen Kultusministeriums mit Yad Vashem beruht, soll die bildungspolitische Zusammenarbeit und den Informationsaustausch im Bereich der Erinnerungspädagogik intensivieren. Das Sammeln von Archivmaterial (Dokumentation), welches das Gedenken gewährleisten soll, Forschung, Bildung und Erziehung sowie das Initiieren von Forschungsprojekten und Veröffentlichungen sind die Hauptaufgaben der Gedenkstätte Yad Vashem.
Um diese Absichtserklärung weiter auszubauen und deren Bedeutung zu unterstreichen, reiste auch Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz für zwei Tage nach Jerusalem. Bei dem Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem legte er dort einen Kranz zum Gedenken an die Opfer der Shoa nieder. Mit den Lehrkräften diskutierte er über Ansätze der unterrichtlichen Bearbeitung des Themenkomplexes der Shoa.

Ziel dieser Fortbildung war es, eine multiperspektivische Sichtweise auf die Vergangenheit zu erlangen, direkte Eindrücke in der Gedenkstätte und der „International School for Holocaust Studies“ zu gewinnen und eine Sensibilisierung für das Vermitteln und Unterrichten des Holocaust zu entwickeln.

Das - in Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern der „International School for Holocaust Studies Yad Vashem“ erarbeitete - Programm eröffnete den Lehrkräften, neben dem Arbeiten in der Gedenkstätte, Einblicke in das kulturelle Leben in Jerusalem. 

  • An der Fortbildung nahmen Lehrkräfte der folgenden Schulen teil:
  • Albert-Schweitzer-Schule, Offenbach (UNESCO-Schule)
  • Anne-Frank-Schule, Eschwege (Europaschule)
  • August-Bebel-Gesamtschule, Wetzlar (UNESCO-Schule)
  • Ernst-Ludwig-Schule, Bad Nauheim (UNESCO-Schule)
  • Goethe-Gymnasium, Bensheim (Europaschule, deutsch-israelische Schulpartnerschaft)
  • Heinrich-Böll-Schule, Bruchköbel (UNESCO-Schule)
  • Heinrich-Heine-Schule, Dreieich (Europaschule)
  • Heinrich-von-Kleist-Schule, Wiesbaden (deutsch-israelische Schulpartnerschaft)
  • Lessing-Gymnasium, Lampertheim (Europaschule)
  • Liebigschule, Frankfurt (Europaschule)
  • Otto-Hahn-Schule, Hanau (Europaschule)
  • Ricarda-Huch-Schule, Gießen (deutsch-israelische Schulpartnerschaft)
    Rudolf-Steiner Schule, Loheland (UNESCO-Schule)
  • Theodor-Litt-Schule, Gießen (Europaschule)
  • Werner-von-Siemens-Schule, Wetzlar (Europaschule)
  • Ziehenschule, Frankfurt (Europaschule)

Besuch der Schulsprecherinnen und Schulsprecher sowie der Koordinationslehrkräfte der Hessischen Europaschulen am 27. und 28.11.2013 in Brüssel

Vom 27.11. bis zum 28.11.2013 waren die Schulsprecherinnen und Schulsprecher sowie die Koordinationslehrkräfte der 32 Hessischen Europaschulen in Brüssel. Ziel der Informationsfahrt war es, den Reiseteilnehmerinnen und Reiseteilnehmern einen direkten Einblick in die Arbeit der europäischen Institutionen bzw. der Hessischen Landesvertretung zu ermöglichen. Besonderes Augenmerk lag hierbei auf der Bedeutung Hessens in und für Europa. Die Jugendlichen sollten die EU vor Ort erleben können und so für die Weiterentwicklung ihrer Europaschularbeit im Interesse eines gemeinsamen Europas motiviert werden.

Neben den Gesprächen mit Friedrich von Heusinger, Leiter der Vertretung des Landes Hessen bei der EU, den Hessischen Europaabgeordneten, Ulrich Sondermann, Head of Unit beim Personalauswahlbüro der EU (EPSO) und Dr. Detlef Fechtner von der Börsenzeitung, bildete das Gespräch mit Frau Ministerin Beer über das Jahresthema der Hessischen Europaschulen, „Aufstand der Jungen“, den Höhepunkt der Informationsfahrt.

Herzlich Willkommen auf der Internetseite der Hessischen Europaschulen

32 Schulen der verschiedensten Schulformen und ein Studienseminar arbeiten zurzeit im Schulentwicklungsprogramm des Hessischen Kultusministeriums mit. Grundschulen, integrierte und kooperative Gesamtschulen, Gymnasien und Berufliche Schulen haben sich freiwillig um die Aufnahme in das Schulentwicklungsprogramm beworben. Die Europäische Dimension von Bildung, Sprachenlernen, Methodenkompetenz und Qualitätsentwicklung sind die Arbeitsschwerpunkte des bereits 1992 aufgelegten Programms, das für die Schulen mit einer besonderen Förderung durch das Hessische Kultusministerium verbunden ist.

Im Rahmen des bundesweiten EU-Projekttages feierten am 14.05.2012 die Hessischen Europaschulen ihr 20-jähriges Bestehen.

Am 02. und 03. Mai 2011 fand der Kongress der Hessischen Europaschulen zum Thema "Europa braucht Freiheit, Vielfalt, Neugier. Zusammenleben in der Stadt der Zukunft." statt.

Eine Pressemitteilung des Hessischen Kultusministeriums sowie nähere Informationen finden Sie hier.

Die Internetseite will über das Programm, seine Geschichte, aktuelle Ereignisse und Termine informieren und der Kommunikation der Schulen untereinander dienen. 

Im Bereich "Europaschulen" gelangen Sie durch das Anklicken des Schulnamens direkt zur jeweiligen Seite der ausgewählten Europaschule.

20 Jahre Hessische Europaschulen

Der Festakt im Hessischen Landtag am 14.05.2012

„Schulen fit für Europa“ – in Hessen gilt dies nun seit 20 Jahren. Anlässlich des erfreulichen Jubiläums feierte das Schulförderprogramm „Hessische Europaschulen“ am 14.05.2012 einem Festakt im Hessischen Landtag. Unter den 200 Gästen befanden sich Europaabgeordnete, Landtagsabgeordnete, Vertreterinnen und Vertreter von Stiftungen, aus der Wissenschaft und aus den Kultusministerien anderer Bundesländer. Nicht zu vergessen sind hier allerdings die Jubilare, die Schulen, von denen sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus den Schulleitungen, der Europaschulkoordination, der Schüler- und Elternschaft und nicht zuletzt auch aus dem Kreis der Ehemaligen, die das Programm wesentlich mitgestaltet haben, einfanden.

Herr Kartmann, Landtagspräsident und somit Hausherr, begrüßte die Anwesenden im sonnendurchfluteten Plenum des Hessischen Landtags und unterstrich positiv, dass die Schülerinnen und Schüler an dem Ort der hessischen Demokratie einen solchen Tag mitgestalten, aber auch dass die Hessischen Europaschulen durch ihr Engagement Europa für die Kinder und Jugendlichen erlebbar machen. Frau Kultusministerin Henzler schloss sich diesen Worten an und eröffnete den Festakt. Sie appellierte an die junge Generation, Europa weiter zu gestalten und würdigte ausdrücklich die Grundlage, die die Hessischen Europaschulen für dieses Engagement legen. Damit steigern sie auch die Vielfalt der hessischen Schullandschaft und geben anderen Schulen durch gezielte Veröffentlichung von Ergebnissen Anregungen für die eigene Arbeit. Frau Ministerin Henzler warf einen Blick auf die Anfänge des Programms, hob die Schulen hervor, die von Beginn an Mitglied sind und verdeutlichte die inhaltlichen Leistungen des Schulentwicklungsprogramms, das viele wesentliche Neuerungen in der Bildungslandschaft vorweggenommen hat. Beispielhaft dafür sind die Kompetenzorientierung, das Schulprogramm und die Projektarbeit zu nennen. Ein besonderer Höhepunkt ihrer Rede war die Ankündigung, dass die Erfolgsgeschichte der Hessischen Europaschulen nun mit einer Erweiterung der Mitglieder fortgeschrieben wird: Zwei neue Schulen werden ab sofort im Programm mitarbeiten.

Frau Beer, Staatssekretärin für Europaangelegenheiten, richtete im Anschluss das Wort an die Anwesenden. Sie würdigte die konkreten Leistungen der Europaschulen und stellte die Bedeutung des EU-Projekttages als Ausdruck des gelebten und erlebten Europas dar. Bei einem Rundgang durch die Ausstellung, in der die Schulen im Landtag ihre Arbeit präsentierten, stand sie den Vertreterinnen und Vertretern als Ansprechpartnerin zur Verfügung und kam mit vielen ins Gespräch. Der dritte Veranstalter des Festaktes, die Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn, wurde durch ihren Leiter, Herrn Dr. Koppelberg, repräsentiert. Er richtete ebenfalls das Wort an die Gäste im Plenum und auf der Besuchertribüne und sprach darüber, wie die Nähe zwischen Europa und den Europäerinnen und Europäern vertieft werden könne und wie wichtig ein solcher Diskurs für unsere Gesellschaft ist – fernab von der Kultur der häufig oberflächlichen „like it“s der Internetportale.

Das neue Jahresthema der Hessischen Europaschulen, das sich mit den Jugendprotesten in und um Europa sowie mit den Perspektiven der jungen Generation beschäftigt, sollte in dem Festakt Niederschlag finden und so eine Brücke zwischen der Tradition des Programms und der Aktualität schlagen. Dazu wurde der Hauptredner des Tages eingeladen, der in ähnlicher Weise eine Brücke zwischen den Jugendaufständen der späten 60er bzw. frühen 70er Jahre und den Perspektiven des heutigen Europas schlägt: Daniel Cohn-Bendit. In einer lebhaften und facettenreichen Ansprache hob er die Bedeutung der EU in der Welt und für die Mitgliedsstaaten hervor. Er plädierte für eine Solidargemeinschaft Europa. 

In der Aussprache, der sich Daniel Cohn-Bendit im Anschluss stellte, erklärte er auf Rückfrage zu den aktuellen Jugendaufständen, dass er den jungen Europäerinnen und Europäern nicht vorgreifen werde: Mit Blick auch auf die Hessischen Europaschulen betonte er, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbst seien es, die die Zukunft Europas gestalten. Allerdings machte er auch unmissverständlich deutlich, dass die Völker Europas nur dann eine Chance haben auch weiter eine wichtige Rolle in der Welt zu spielen und die Zukunft ihrer Menschen zu sichern, wenn sie sich zu einem Staatenbund  zusammenschließen und eine echte europäische Gemeinschaft aufbauen.

Zum Abschluss der angekündigten Beiträge kamen zwei Redner zu Wort, die die Hessischen Europaschulen aus eigener Erfahrung kennen und entsprechend beleuchteten. Laurien Wüst, frisch gewählter Landesschulsprecher und Europaschüler des Goethe-Gymnasiums Bensheim, unterstrich, wie wertvoll einige Erfahrungen im interkulturellen Bereich für die Persönlichkeitsentwicklung einer- und die Wahrnehmung Europas andererseits seien. Herr Geisler, ehemaliger Schulleiter der Alexander-von-Humboldt-Schule in Viernheim, stellte eindringlich die Bedeutung und die nicht zu ersetzende Effektivität der Netzwerkarbeit für den pädagogischen Alltag und die Schulentwicklung dar. Um demjenigen, der nicht nur als Initiator, sondern auch stets verlässlicher Partner der Hessischen Europaschulen fungierte, den gebührenden Dank auszusprechen übergab er das Wort an Frau Lakotta-Just, die Vorsitzende des Bundesnetzwerkes Europaschulen. Sie fand die richtigen Worte, um Wolf Schwarz für seine visionäre Kraft, seine Zuverlässigkeit, die Offenheit und besonders seine Fähigkeit zu danken, Arbeitszusammenhänge gleichermaßen effektiv und angenehm zu gestalten.

Einen beeindruckenden Abschluss fand der offizielle Teil des Festaktes in der Präsentation der Ergebnisse des Workshops für Grundschülerinnen und Grundschüler, der zwi-schenzeitlich stattgefunden hatte. Jedes Kind wünschte den Europaschulen zu ihrem Jubiläum „Herzlichen Glückwunsch“ in einer der Amtssprachen der europäischen Union und überreichte eine selbstgebastelte Blume, die eine kleine Fahne des Landes trug, dessen Sprache die Schülerin oder der Schüler während des Workshops kennengelernt hatte. So entstand ein fast 2m hoher und bunter Geburtstagsstrauß. Der herzliche und andauernde Applaus, den die Kinder erhielten, sprach für sich. Gleichermaßen gewürdigt wurden die exzellenten musikalischen Beiträge von Schülerinnen und Schülern der Europaschulen, die die Anwesenden zwischen den Redebeiträgen begeisterten: der Chor der Blücherschule Wiesbaden, die Europa-Songgruppe der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule Rödermark, die Trommel-AG der Blücherschule Wiesbaden und die Jazz-Potatoes der Kopernikusschule Freigericht. 

Im Anschluss waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Gesprächen bei einem Buffet mit Umtrunk eingeladen. In sehr freundlicher Atmosphäre wurde dabei über Anekdoten aus der Anfangszeit genauso gesprochen wie über neue Projektideen und andere Pläne für die Zukunft des Programms. Wie stets mit viel Enthusiasmus für die Interkulturelle Bildung und all die anderen Bestandteile des Programms verabschiedeten sich die Gäste, sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – allerdings nicht ohne den Gedanken dessen, welche weiteren Fortschritte das Programm zu Feier des 25-jährigen Jubiläums feiern werde.

Für das Programm-Management der Hessischen Europaschulen: Tina Ruf